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Die Europäische Strategische Autonomie als Ausdruck von Balancing in einem multipolaren System

Fabian Döbber

EPUB
36,99

GRIN Verlag img Link Publisher

Sozialwissenschaften, Recht, Wirtschaft / Vergleichende und internationale Politikwissenschaft

Beschreibung

Bachelorarbeit aus dem Jahr 2021 im Fachbereich Politik - Thema: Frieden und Konflikte, Sicherheit, Note: 1,3, Zeppelin University Friedrichshafen (Fachbereich Staats- und Gesellschaftswissenschaften, Lehrstuhl Global Governance), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Forschungsfrage dieser Arbeit lautet, inwieweit es bei der Forderung nach Europäischer Strategischer Autonomie (ESA) um einen Versuch von sicherheits- und verteidigungspolitischem Balancing in einem multipolaren System handelt? Seit Veröffentlichung der europäischen Globalstrategie 2016 spielt die Forderung nach Europäischer Strategischer Autonomie eine zentrale Rolle in der Gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Vor diesem Hintergrund untersucht die Arbeit aus Sicht des defensiven Neorealismus, inwieweit das Streben nach strategischer Autonomie angesichts einer zunehmenden internationalen Multipolarität eine Art von Balancing darstellt. Die zugrundeliegende Hypothese lautet, dass es sich um ein Balancing-of-Threat handelt. Zur Überprüfung dieser Hypothese wurde die Ständige Strukturierte Zusammenarbeit und der Europäische Verteidigungsfond als Fallstudie untersucht. In beiden Fällen konnte die Hypothese nicht bestätigt werden. Stattdessen entspricht das Streben nach Europäischer Strategischer Autonomie eher einem Balancing-of-Power, welches auf die weiterhin dominante Machtposition der USA in Europa zurückzuführen ist. Ein indirekter Zusammenhang mit der zunehmenden Multipolarität besteht darin, dass der Fokus der USA verstärkt auf Asien liegt und die EU deshalb Fähigkeiten zur Verfolgung eigener sicherheitspolitischer Ziele in seiner Nachbarschaft entwickelt.

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Schlagwörter

Neorealismus, Europäische Union, Verteidigungsfond, GSVP, PESCO, Strategische Autonomie, Balancing-of-Power